Apostelgottesdienst mit Heiliger Versiegelung

Am Mittwoch,den 29.07.26, besuchte Apostel Dietel zum ersten Mal in seinem neuen Amt unsere Gemeinde. An diesem Abend fanden auch Versiegelungen an dem Töchterchen unseres Diakons und 3 jungen Geschwistern statt. 4 neue Gemeindemitglieder, welch ein Segen. Dies bedeutet gleichzeitig den vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, die vor wenigen Jahren noch unvorstellbar war.

Der Apostel diente nach dem Bibelwort: Denn der Geist Gottes, den ihr empfangen habt, führt euch nicht in eine neue Sklaverei, in der ihr wieder Angst haben müsstet. Er hat euch vielmehr zu Gottes Söhnen und Töchtern gemacht. Jetzt können wir zu Gott kommen und zu ihm sagen: »Abba, lieber Vater!« (Römer 8, 13)

Zu Beginn des Gottesdienstes ging er auf das Eingangslied „Gib mir ein reines Herz“ ein. Nur mit einem reinen Herzen kann Gott sinnvoll arbeiten. In einem harten, schmutzigen Herzen, welches mit Beton oder Asphalt umhüllt ist, kann nur schwerlich etwas wachsen. Dazu bemühte unser Apostel das Bild der Kinderserie „Löwenzahn“, in deren Intro ein Löwenzahnpflänzchen durch Asphalt austreibt.

Ein reines Herz ist außerdem frei von schlechtem Gewissen und wir können uns unbeschwert Gott nähern.

Im Fortgang der Predigt bezog sich der Dienstleiter auf das Bibelwort und arbeitete einige Unterschiede in den Rechten und Pflichten von Sklaven und Kindern heraus.

Sklave und Kind leben im gleichen Hausstand, beide haben ihr Auskommen. Aber Sklaven verbringen ihre Tage bis zum Lebensende im „Hamsterrad der Arbeit“ ohne Aussicht auf eine Veränderung. Wünsche des Sklaven werden wenig bis gar nicht berücksichtigt. Von allein darf der Sklave nicht des Wort an seinen Herren richten.

Wie anders bei einem Kind, dieses darf die Eltern mit Vater und Mutter ansprechen und auch Wünsche und Sorgen äußern. Das Kind tritt auch später in die Erbfolge ein.

Ein Sklave konnte die Freiheit nur erlangen, wenn er freigekauft und anschließend adoptiert wurde.

Wir sind von Jesus Christus freigekauft und in ein Kindschaftsverhältnis zu Gott gesetzt worden, damit sind wir Brüder und Schwestern Jesu und somit auch erbberechtigt am Reich Gottes.

Zur Vorbereitung auf das Sakrament der Versiegelung gratulierte der Apostel den jungen Geschwistern zur besten Entscheidung ihres Lebens. Weiterhin bezog er sich auf das Gleichnis des Sämannes, der Samen auf viererlei Böden streut.

Samen, welcher auf den Weg fällt, wird zertreten und kann nicht aufgehen, Samen auf Felsen wird kurz keimen, bevor er eingeht. Gelangt Samen zwischen Unkräuter, wachsen diese eine Zeit gemeinsam mit dem Samen, lassen diesen aber nicht recht gedeihen. Nur auf dem guten Land kann die Saat zur Freude des Sämannes aufgehen und zu kräftigen Pflanzen heranwachsen.

Der Apostel wünschte den Geschwistern am Altar, dass ihr Glaube in dieser Art wachse solle.

Trotz großer Hitze erlebte die Gemeinde einen segensreichen Gottesdienst.