Apostelgottesdienst

Es ist immer ein besonderer Moment, wenn der Apostel in der Gemeinde ist. Am 09.11.2022 durften wir wieder so einen besonderen Tag erleben.

Apostel Wittich besuchte die Gemeinde am Mittwoch Abend. Die Freude war im Vorfeld sehr groß, zumal an diesem Abend der langjährige Priester und ehemalige Vorsteher Andreas Wurziger in den wohlverdienten Ruhestand gehen sollte.

 

Der Gottesdienst stand unter dem Textwort aus Epheser 4, Vers 23 und 24: “Erneuert euch aber in eurem Geist und Sinn und zieht den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in wahrer Gerechtigkeit und Heiligkeit.”

 

In seinem Dienen ging der Apostel zunächst auf das vorgetragene Chorlied “Mach mich reiner” ein. Darin heißt es “Mach mich reiner, immer kleiner…”. Dieses klein machen bezieht sich nicht darauf, dass wir uns vor den Menschen klein machen sollen. Es geht einzig um Gott und wir zeigen ihm so unsere Demut ihm gegenüber.

 

Zum Textwort stellte Apostel Wittich zunächst den historischen Kontext her. Ephesus war zur damaligen Zeit eine große multikulturelle Stadt, in der viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen und Glaubensrichtungen zusammenlebten. In der neuen christlichen Gemeinde, die gegründet wurde, haben sie daher viele Bestandteile aus ihrem alten Glauben mitgebracht. Paulus nahm mit seinem Brief Bezug darauf und regte an, dass man die alten Sachen ablegen und die neuen “sauberen” Sachen anziehen sollte. Nur so kann der neue Mensch entstehen.

Auch heute soll man sich darauf konzentrieren, den neuen Menschen anzuziehen. Dies ist aber nicht von jetzt auf gleich möglich, sondern eine Lebensaufgabe. Wenn man sich an Jesus hält, ist das aber machbar.

Um das umzusetzen, hat der Apostel 3 Punkte herausgestellt:

Wir sollen heilig werden. Heilig bedeutet, dass wir uns von alten Sitten und Gebräuchen absondern und abgrenzen sollen und uns ganz auf Jesus besinnen.

Gott hat uns nicht nur den Heiligen Geist, sondern auch Verstand gegeben. Daher sollten wir diesen auch nutzen und vernünftig handeln. 

Wir sollen gerecht vor Gott werden. Dafür müssen wir vor allem das Gebot Jesus annehmen: “Liebe Gott über alles und deinen Nächsten wie dich selbst.”

 

Im Mitdienen durfte noch einmal Priester Wurziger sein Herz öffnen.

 

Nach der Feier des Heiligen Abendmahles war es soweit und Priester Wurziger wurde offiziell in den Ruhestand versetzt. Der Apostel würdigte noch einmal die langjährige Tätigkeit als Amtsträger, worunter auch 16 Jahre als Vorsteher der Gemeinde waren. 

 

Umrahmt wurde dieser besondere Moment durch einen Vortrag des Männerquartetts.